STREUOBSTPAKT BAYERN – ES LEBE DIE VIELFALT
Ein Projekt für den Erhalt unserer Natur- und Kulturlandschaft
Streuobstwiesen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandlandschaft und bieten zahlreichen heimischen wie auch seltenen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.
Der Bayerische Streuobstpakt setzt sich für den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen sowie für die Neu- und Ersatzpflanzungen von Streuobstbäumen in Bayern ein. Eine Kooperation zwischen dem Freistaat Bayern sowie acht engagierten Verbänden hat das Ziel, Maßnahmen zu ergreifen, um den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen zu unterstützen.
>> Mehr zum Thema Streuobstpakt Bayern
Beratung & Förderung
Erhalt, Pflege und Anlage von Streuobstbeständen
Um das Kulturgut Streuobstwiese für die Zukunft zu sichern, unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz den Erhalt, die Pflege und Anlage von Streuobstbeständen. Die Umsetzung erfolgt über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie (LNPR) und das Vertragsnaturschutzprogramm Bayern (VNP). Antragsteller können Kommunen, Naturparke, Landschaftspflegeverbände, eingetragene Naturschutzvereine sowie Eigentümer sein.
Sie wollen eine Streuobstwiese anlegen, pflegen oder einen Förderantrag stellen?
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Die Streuobstberatung an der Regierung der Oberpfalz berät Sie bei der Planung von Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen sowie bei Fragen zur Förderung. Darüber hinaus werden Sie bei der Antragstellung unterstützt. Melden Sie sich bei uns, wir beraten Sie gerne.
Ansprechpartner:
Zuständigkeit:Email:Telefon:Julia Biegerl Stadt Weiden, Landkreise Cham, Neustadt a. d. Waldnaab, Tirschenreuth julia.biegerl@reg-opf.bayern.de 0941/5680
-1882Simon Panten Stadt Amberg, Landkreise Amberg-Sulzbach und Neumarkt
09621/39
-154
09181/470
-1393Eva Spießl-Mayr Stadt Regensburg, Landkreise Regensburg und Schwandorf eva.spiessl-mayr@reg-opf.bayern.de 0941/5680
-1831
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- Die Förderung von Streuobstpflanzungen und der -pflege kann ganzjährig beantragt werden.
- Förderfähige Vorhaben im Rahmen des Streuobstpakts Bayern sind die Anlage (Pflanzung) und die Pflege von Obstbäumen sowie komplexe/mehrjährige Projekte.
- Es wird ein Fördersatz von 90% gewährt.
- Für eine Antragstellung muss die Bagatellgrenze von 5.000€ (förderfähige Gesamtkosten) erreicht sein.
>> Mehr zur Förderung finden Sie unter Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie (LNPR)
>> Bei weiteren Fragen rund um die Antragstellung oder zu allgemeinen Förderfragen steht Ihnen die Streuobstberatung der Regierung der Oberpfalz gerne zur Verfügung.
Projekte
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Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie den Kreisfachberatungen richtete die Regierung der Oberpfalz 2025 das Augenmerk auf besondere, alte Birnbäume. Gesucht wurden nicht nur die schönsten Birnbäume, die in einem Fotokalender festgehalten wurden, sondern auch die mächtigsten Expemplare.
Weitere Informationen zum Fotowettbewerb und den mächtigsten Birnbäumen
Hintergrund:
Die Oberpfalz war schon immer Birnenland. Leider ist das etwas in Vergessenheit geraten. Birnbäume können bis zu 400 Jahre alt werden und sind Nahrungsquelle sowie Lebensräume für verschiedene Tierarten wie zum Beispiel Insekten und Siebenschläfer. Sie dienen der Artenvielfalt und sind markante Landschaftselemente, die unsere Kulturlandschaft prägen. Nicht nur die Artenvielfalt profitiert von diesem einzigartigen und wertvollen Lebensraum, sondern auch der Mensch.Mit ihrer Pfahlwurzel erreichen sie tiefe Wasserschichten, weshalb sie als Klimabäume zukunftsfähig sind und erhalten werden sollen. Eine Gefährdung der Birnbäume ist der natürliche Zerfall, fehlende Pflege oder das Weichen für eine Bebauung. Dadurch gehen regionale Sorten und ihre genetische Vielfalt verloren. Ziel des Projekt war es, alte, regionale Sorten zu finden, zu bestimmen, Reiser zu sichern und wieder in die Landschaft zu bringen.
Interview mit einem Birnenkenner
Die Beraterinnen des Streuobstpaktes an der Regierung der Oberpfalz, Julia Biegerl und Eva-Spießl Mayr, waren zu Besuch bei Josef Wittmann. Der Birnenkenner verriet allerei Wissenswertes zur "Frucht der Götter".
