64 Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter sowie vier Fachpraktikerinnen und Fachpraktiker Hauswirtschaft aus der Oberpfalz erhalten ihre Urkunden
29.07.2026-027Organisationstalente mit Herz und Know-how
Altmannshof. Ein gesundes Mittagessen für viele Menschen planen, Lebensmittel nachhaltig einkaufen, Räume gestalten, Veranstaltungen vorbereiten oder ältere Menschen im Alltag unterstützen: Hauswirtschaft ist viel mehr als Kochen und Putzen. Der Beruf verbindet Organisation, Kreativität, Fachwissen und den direkten Kontakt mit Menschen.
68 Absolventinnen und Absolventen haben nun ihre Ausbildung oder ihre berufliche Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Bei der Freisprechungsfeier in Poppenricht erhielten sie ihre Zeugnisse und Urkunden. Sie dürfen künftig die Berufsbezeichnung „Hauswirtschafterin/Hauswirtschafter“ bzw. „Fachpraktikerin/Fachpraktiker Hauswirtschaft“ führen.
Die Urkunden und Zeugnisse überreichten Reiner Luber, Leiter des Sachgebiets Bildung in der Land- und Hauswirtschaft an der Regierung der Oberpfalz, sowie die Prüfungsausschussvorsitzenden Kerstin Ramsauer-Lehner für die Fachpraktiker Hauswirtschaft und Cornelia Heimerl für den Prüfungsausschuss Süd-Ost. Martha Wein vertrat den Prüfungsausschuss Nord-West.
Hauswirtschaft: Ein spannendes Berufsfeld mit Zukunft
Der Ausbildungsweg zur Abschlussprüfung ist sowohl über eine dreijährige duale Ausbildung, über berufsbildende Schulen oder nach Vorbereitungslehrgängen als externer Prüfungsteilnehmer (§ 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz-BBiG) möglich.
Als ausgebildete Fachkraft übernehmen die Absolventinnen und Absolventen hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen. Dazu gehören unter anderem die Ernährung und Vorratshaltung, die Textilpflege sowie die Gestaltung und Pflege von Räumen, Wohnumfeld und Hausgarten.
Mit den erworbenen Kenntnissen in Arbeitsorganisation, Qualitätssicherung, Betreuung von Kindern, Senioren und Gästen sowie der Erstellung von hauswirtschaftlichen Produkten und Dienstleistungen, stehen den hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen viele unterschiedliche berufliche Möglichkeiten offen. Zu den Arbeitsstätten zählen zum Beispiel landwirtschaftliche Haushalte mit Direktvermarktung, Beherbergungsbetriebe, soziale Einrichtungen wie Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen und Großhaushalte in Krankenhäusern, Kurkliniken oder Tagungsstätten. Auch als Familienunterstützung leisten sie eine enorme und wertvolle Unterstützung, vor allem bei in Not geratenen landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Selbständigkeit mit einem hauswirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen ist ebenso möglich.
Auszeichnung für besonders gute Leistungen
Für ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse wurden folgende Absolventen besonders ausgezeichnet:
Fachpraktiker Hauswirtschaft
- 1.Platz Brunner Annalena Rohr i. NB 1,65
- 1.Platz Zappek Marco Andreas Amberg 1,65
- 3.Platz Kiesl Katharina Fensterbach 2,29
Absolventen der dualen Ausbildung
- 1.Platz Pöll Helena Neunburg vom Wald 1,7
- 2.Platz Bekelle Beetania Berching 2,15
- 3.Platz Fischer Hubert Wenzenbach 2,20
Absolventen der Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung
- 1.Platz Charlotte Pretzl Hochdorf 1,7
- 2.Platz Barth Zoe Schwend 1,97
- 3.Platz Machner Ida Alfeld 2,0
- 3.Platz Dirscherl Theresa Neukirchen-Balbini 2,0
Externe Absolventen nach § 45.2 BBiG
- 1.Platz Hahn Carolin Hartenstein 1,07
- 2.Platz Wanninger Katrin Schorndorf 1,20
- 3.Platz Englmann Monika Freystadt 1,25
Die Ausgezeichneten erhielten als kleine Anerkennung einen Kräutertopf. Zusätzlich überreichte Bezirksbäuerin Rita Götz den drei besten Absolventinnen und Absolventen der dualen Ausbildung einen Bildungsgutschein des Bayerischen Bauernverbandes.
Rückblick der Absolventen
Franziska Kohl, Charlotte Pretzl und Hubert Fischer blickten stellvertretend für die Absolventinnen und Absolventen auf ihren Weg zum Berufsabschluss zurück und berichteten von ihren Erfahrungen.
Feierlicher Rahmen
An der Freisprechungsfeier nahmen neben den Absolventinnen und Absolventen auch Angehörige, Ausbilderinnen, Lehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden und Behörden teil.
In ihren Ansprachen betonten der stellvertretende Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach, Michael Rischke, und die Bezirksbäuerin des Bayerischen Bauernverbandes, Rita Götz, die große gesellschaftliche Bedeutung der hauswirtschaftlichen Berufe. Hauswirtschaftliche Fachkräfte seien unverzichtbar, weil sie professionelle Versorgung, Betreuung und Organisation miteinander verbinden.
Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung von Sax Reger Amberg.
